Bauarbeiten 2019

Ein kleiner, aber feiner Fortschritt – Stromanschluss für die Kapelle

15. November 2019. In den vergangenen zwei Wochen wurde im alten Gutspark Klein Vielen und an der Kapelle gebuddelt.
Ein Stromkabel, das zu Beginn der Restaurierungsarbeiten vor mehr als zwei Jahren von Freiwilligen aus der Gemeinde und Mitgliedern des Klein Vielen e. V. sowie des Fördervereins Jahn-Kapelle e. V. aus dem alten Park von Baum zu Baum und Ast zu Ast bis zur Kapelle verlegt worden war, konnte nun zum Erdkabel werden, das die Kapelle mit einem festen Stromanschluss versorgt.
Wieder waren es Mitglieder der Vereine und weitere Freiwillige, die das Kabel von den Bäumen herunterholten, damit danach eine Neustrelitzer Firma den etwa 300 Meter langen Leitungsgraben ausbaggern und das Kabel fachgerecht verlegen konnte.
Zukünftig werden die Handwerker ihren Baustrom an der Kapelle nutzen können, ohne befürchten zu müssen, dass durch irgendwelche nötigen Arbeiten im Umfeld der Kapelle das Kabel beschädigt wird. Genau das war im letzten Jahr geschehen, als bei Unterhaltungsarbeiten ein Baggerfahrer den Weg des Kabels kreuzte und es unabsichtlich durchtrennte, weil er es in den belaubten Bäumen nicht sehen konnte.
Dank gilt neben den Freiwilligen vor allem dem Förderverein Jahn-Kapelle e. V., dem es gelang, Spenden einzuwerben, damit die Gemeinde diese Maßnahme finanzieren konnte.
Herzlichen Dank den Spenderinnen und Spendern – Sie haben eine kleine, feine und sehr wichtige Maßnahme möglich gemacht!

Endlich – die lang ersehnte Nachricht ist da!

25. Oktober 2019. Vor einem Jahr, am 22.10.2018, hatte die Gemeinde Klein Vielen die frohe Botschaft erhalten, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern aus seinem Strategiefonds  den dritten Bauabschnitt an der Jahn-Kapelle Klein Vielen über das Programm „identitätsstiftende Projekte“ in Höhe von bis zu 350.600 Euro fördern wolle. (siehe auch hier)

Gestern, am 24.10.2019, war es soweit: Vincent Kokert, Fraktionsvorsitzender und Abgeordneter der CDU im mecklenburg-vorpommerschen Landtag, überbrachte die Nachricht, dass aus der Ankündigung nun Wirklichkeit wird! Der Förderbescheid sei auf dem Postweg.
Die Gemeinde Klein Vielen hatte im vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag eingereicht, um mit diesem 3. Bauabschnitt die Restarbeiten an der Kubatur der Kapelle bewältigen zu können.
Es geht dabei um die Restaurierung der 16 Fialen, die Sanierung der 16 Fenster und das Verfugen der Mauer im Erdgeschoss.
Nun warten die Gemeinde und die Vereine Klein Vielen e. V. und Förderverein Jahn-Kapelle gespannt darauf, wann der „offizielle“ Zuwendungsbescheid ankommt, damit das Baugeschehen wieder in Gang kommt. Dabei zählt jeder Tag, denn zwischen Bestellung der notwendigen Steine und Lieferung verging schon mal ein halbes Jahr. Und wenn es dann schlecht läuft, neigt sich das Baujahr fast schon zum Ende.  Drücken Sie uns bitte alle die Daumen, dass bald der Zuwendungsbescheid des Landes eintrifft!!!!!

Ruhe auf der Baustelle

Zwischen Februar und Oktober 2019 ruhten die Bauarbeiten vollständig. Gespannt wartet die Gemeinde auf einen in Aussicht gestellten Förderbescheid, mit dessen Hilfe der dritte Bauabschnitt begonnen werden könnte.

Winter-Pflegearbeit am Gartendenkmal
Im Februar 2019 standen Pflegearbeiten auf dem Klingenberg an.
Ende des vergangenen Jahres hatte die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte  in Rücksprache mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege die denkmalpflegerische Zielsetzung für den Gutspark Klein Vielen, die Allee und den Klingenberg genehmigt.
Nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises wurde nun der erste Schritt der Zielsetzung in Angriff genommen, zu dem Auflichtungsarbeiten auf dem Klingenberg gehören.
Zur Erbauungszeit der Kapelle um 1851/52 herum standen höchstens 15 Bäume auf dem Klingenberg. Besonders seit der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verdichtete sich der Bewuchs immer mehr, sodass die Kapelle zuletzt von weitem gar nicht mehr wahrzunehmen war. Das soll sich nun Schritt für Schritt ändern.
Daher wurden im Februar erst einmal etwa 50 größere und kleinere Bäume gefällt, besonders die, die bereits Schäden aufwiesen.
Heute, am 9. März 2019, trugen über ein Dutzend Freiwillige aus der Gemeinde die liegen gebliebenen Zweige zusammen. Zwischendurch zog ein veritables Gewitter auf.
Nun ist es zwar schon etwas lichter auf dem Klingenberg (siehe Foto), aber dennoch ist der Bewuchs noch recht dicht. Vielleicht muss im nächsten Winter noch einmal nachgebessert werden.
Nach der Arbeit das Vergnügen bei einem schmackhaften Imbiss, den Andrea und Hella  wieder einmal vorbereitet hatten – wieder ein rundum gelungener Einsatz! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Winterzeit – Ruhezeit. Kommen Sie trotzdem einmal vorbei…
Auch in den Wintermonaten ist die Kapelle in Klein Vielen einen Besuch wert – na ja, von Winter kann ja kaum noch die Rede sein…
In der vergangenen Woche haben Mitarbeiter der Gerüstbaufirma Werdermann aus Neustrelitz die Planen demontiert, die die Bauarbeiter seit dem Baubeginn 2017 vor dem Wind schützten, der das Dach- und Obergeschoss durchwehte. Besonders im Winter 2017-18 taten sie ihren guten Dienst.
Durch einige Stürme waren sie mittlerweile stark in Mitleidenschaft gezogen worden und teilweise zerfetzt, sodass zunehmend Plastikteile im Umfeld landeten.
Ein erfreulicher Nebeneffekt der Beräumung ist, dass die Sanierungsfortschritte und Zeugnisse der schönen Arbeit, die die Bauarbeiter im vergangenen Jahr geleistet haben, nun auch für Spaziergänger und Wanderer deutlicher sichtbar werden.

Ein herzliches Dankeschön allen, die das Projekt finanziell oder durch ihr fachliches Können und Fachwissen unterstützen!

Quellen:
Die Urheber der Fotos auf dieser Seite sind: Hella Schulz, Hermann Behrens und Pitt Venherm.