{"id":4256,"date":"2021-01-03T16:22:30","date_gmt":"2021-01-03T16:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4256"},"modified":"2023-10-19T14:47:16","modified_gmt":"2023-10-19T14:47:16","slug":"die-schmiede-in-hohenzieritz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4256","title":{"rendered":"Die Schmiede in Hohenzieritz"},"content":{"rendered":"<h5>Zur Geschichte der Schmiede Hohenzieritz<\/h5>\n<p>Die Schmiede wurde 1825 nach einem Entwurf des Oberbaurats im Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Strelitz, Friedrich Wilhelm Buttel (1796\u20131869), gebaut.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4258 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie-1024x911.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie-1024x911.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie-300x267.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie-768x683.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seiten-aus-Hohenzieritz-Kunstdenkmale-Bez-NB-Kopie.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a><br \/>\nEs handelte sich urspr\u00fcnglich um einen verputzten Ziegelbau mit Walmdach, der auf einem Fundament aus Feldsteinen errichtet wurde.<br \/>\nDie Vorhalle der Schmiede ruht auf vier S\u00e4ulen, denn Buttel hatte als Vorbild f\u00fcr seinen Entwurf den griechischen Prostylos-Tempel gew\u00e4hlt, dem an der Vorderseite auf ganzer Breite eine S\u00e4ulenreihe vorgestellt wurde.<br \/>\nDie vier S\u00e4ulen tragen Lotusblumenkapitelle in der stark stilisierten Silhouette ge\u00f6ffneter Lotusbl\u00fcten. Seit der Erneuerung des Putzes 1983 fehlen allerdings die waagerechten Riemen.<br \/>\nEin weiteres \u00e4gyptisches Ornament ist die Hohlkehle unter dem Walmdach. Die Verbindung von klassizistischen Formen mit \u00e4gyptischen Motiven kennzeichnet die Schmiede als ein Bauwerk im Empirestil.<br \/>\nBis 1965 wurde die Schmiede als solche genutzt.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4257 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End-1024x826.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End-1024x826.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End-300x242.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End-768x620.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/histor-Zeitungsfoto-Schmiede-Hz-End.jpg 1269w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a><br \/>\nAls Schmiedemeister finden sich die Namen Benzin (ab 1887), Albert Lau (ab 1907), Hermann Lau (ab 1921) und Erich Lau (bis 1965). Albert Lau pachtete die Schmiede um 1920, nachdem die Schmiede wohl bis zur Novemberrevolution in gro\u00dfherzoglicher Hand war. Schon ein Jahr sp\u00e4ter \u00fcbernahm Hermann Lau die Schmiede. Erich Lau, der letzte Schmied, starb 1987.<br \/>\nIn den Jahren 1980 bis 1983 fand eine Sanierung des Geb\u00e4udes statt, das in Zukunft als Museum dienen sollte.<br \/>\nAm 3. Juli 1982 wurde in dem Geb\u00e4ude die Hohenzieritzer Heimatstube eingerichtet, die von Erichs Ehefrau Wilma Lau, einer geb\u00fcrtigen Hamburgerin, betreut wurde. Wilma Lau hatte bis zu ihrer Verrentung als Lagerverwalterin in der Werkstatt der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft gearbeitet.<br \/>\nEine erste Ausstellung trug den Titel \u201eGeschichte, Geschichten, Gesichter\u201c, die bis zum Oktober 1982 \u00fcber 700 Besucherinnen und Besucher sahen.<br \/>\nBis zur Jahrtausendwende war das Geb\u00e4ude in einem teilweise stark gesch\u00e4digten Zustand.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21.jpg\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4259 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21-1024x927.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21-1024x927.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21-300x272.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21-768x695.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Schmiede-in-Bezirksmuseum-NB-1987-S-21.jpg 1344w\" sizes=\"(max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/a>Die Gemeinde bem\u00fchte sich erfolgreich um F\u00f6rdermittel, und in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde des damaligen Landkreises Mecklenburg-Strelitz konnte eine Grundsanierung beginnen.<br \/>\nDas Fundament wurde 2003 neu verfugt, eine Drainage wurde gelegt und das Geb\u00e4ude durch verschiedene Bauma\u00dfnahmen wie Einbau einer Beton-Bodenplatte, Zugeisen usw. saniert und gesichert. Fassaden, Dachstuhl, Schornsteinkopf, Treppenstufen, Fenster und T\u00fcr wurden erneuert, das Dach wurde neu gedeckt.<br \/>\nIm Jahr darauf wurde mit Hilfe des Schlossvereins eine neue Ausstellung zur Ortsgeschichte, zur Schmiedetechnik und zu Carl II. er\u00f6ffnet.<br \/>\nWilma Lau starb 2010. Bis kurz vor Ihrem Tod hatte sie die Schmiede betreut und den Besuchern ge\u00f6ffnet.<br \/>\nDie Gemeinde plant, wieder Ausstellungen und Veranstaltungen in der Schmiede durchzuf\u00fchren. Mithilfe von F\u00f6rdermitteln erh\u00e4lt die Schmiede gerade eine neue, f\u00fcr Ausstellungen geeignete Beleuchtungsanlage.<br \/>\n2018 erhielt die Schmiede eine neue f\u00fcr Ausstellungen geeignete Beleuchtungsanlage, 2021 Galerieabh\u00e4ngungen, eine Bestuhlung, Whiteboards und einen gro\u00dfformatigen Bildschirm. Seitdem wird die Schmiede wieder in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden f\u00fcr Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><br \/>\nHohenzieritz. In: Trost, H. (Red.); Baier, G. et al. (Bearb.) 1982: Kunstdenkmale in der DDR \u2013 Bezirk Neubrandenburg. Berlin: 222\u2013225.<br \/>\nHistorisches Bezirksmuseum Neubrandenburg (Hg.) 1987: Museen im Bezirk Neubrandenburg. Heft 19 der Schriftenreihe des Karbe-Wagner-Archivs. Neubrandenburg: 21\u201322.<br \/>\nIPSE Neustrelitz (o.\u00a0J.): Materialsammlung zur Geschichte der Gemeinde Hohenzieritz. Ordner II\/VIII, Ortsteil Hohenzieritz \u2013 historische Geb\u00e4ude. Neustrelitz.<br \/>\nDiessner, I. (Text) &amp; Holze, M. (Fotos) 1988: F\u00fcrs Altwerden noch keine Zeit [Beitrag \u00fcber Wilma Lau]. Freie Erde vom 18. Mai 1988.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte der Schmiede Hohenzieritz Die Schmiede wurde 1825 nach einem Entwurf des Oberbaurats im Gro\u00dfherzogtum Mecklenburg-Strelitz, Friedrich Wilhelm Buttel (1796\u20131869), gebaut. Es handelte sich urspr\u00fcnglich um einen verputzten Ziegelbau mit Walmdach, der auf einem Fundament aus Feldsteinen errichtet wurde. 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