{"id":4685,"date":"2021-04-02T10:11:09","date_gmt":"2021-04-02T10:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4685"},"modified":"2021-04-02T10:11:09","modified_gmt":"2021-04-02T10:11:09","slug":"die-bockwindmuehle-bei-peckatel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4685","title":{"rendered":"Die Bockwindm\u00fchle bei Peckatel"},"content":{"rendered":"<p>Am ehemaligen Landweg zwischen Brustorf und Peckatel stand im 19. Jahrhundert eine Windm\u00fchle. Die Flurnamen M\u00fcllerwiese und Windm\u00fchlenberg erinnern daran.<br \/>\nSeit dem Mittelalter herrschte f\u00fcr Mecklenburger Bauern Mahlzwang, d.h. sie mussten ihr Korn in der M\u00fchle ihres Grund- bzw. ihres Gutsherrn gegen eine Geb\u00fchr mahlen lassen. Der M\u00fcller behielt zeitweise auch die Naturalabgaben an Getreide f\u00fcr den Adel ein. Die Peckateler Bauern brachten deshalb jahrhundertelang ihr Korn zum M\u00fcller nach Klein Vielen.<br \/>\nAls der dortige Grundherr 1795 Brustorf und Peckatel an Josef von Maltzan verkaufte, entstand eine neue Herrschaft, wo die M\u00fchle anfangs fehlte. Im Mecklenburg-Schweriner Staatskalender wird sie von 1805 bis 1895 in der Peckateler Feldflur erw\u00e4hnt. Wie in den Mecklenburger D\u00f6rfern \u00fcblich, stand hier eine Bockwindm\u00fchle. Ihr Wert wurde 1854 auf 1.100 Reichstaler gesch\u00e4tzt, sie war 19 \u00bd Fu\u00df lang, 26 Fu\u00df breit. Anscheinend wurde sp\u00e4ter eine neue gebaut, deren Wert 1869 mit 1.165 Reichstaler angegeben wurde. Sie war 26 \u00bd Fu\u00df lang und 26 Fu\u00df breit.<br \/>\nDie Namen einiger Peckateler M\u00fcller sind bekannt: 1807 Pachtm\u00fcller und Bauer Schwenn, 1812 Kornm\u00fcller Hase, 1818 Johann Christoph Wohcker, 1820 Pachtm\u00fcller Weden, 1829 Pachtm\u00fcller Bruhn, 1834 Pachtm\u00fcller Timm. Ab 1839 wurde die M\u00fchle vermutlich bei Bedarf von einem f\u00e4higen Tagel\u00f6hner betrieben.<br \/>\nIn \u00dcberlieferungen werden M\u00fcller oft mit dem Teufel in Verbindung gebracht, wahrscheinlich aus drei Gr\u00fcnden. Den mittelalterlichen Bauern fehlte der Einblick in die M\u00fchlentechnik, was sie unsicher machte. Der M\u00fcller war unbeliebt, weil er f\u00fcr die Herrschaft Abgaben eintrieb, au\u00dferdem konnte kein Mahlgast pr\u00fcfen, wieviel Korn im Mahlgang blieb, womit der M\u00fcller sp\u00e4ter sein eigenes Vieh m\u00e4stete.<br \/>\nWo einst die Peckateler M\u00fchle stand, ist heute weit und breit kultivierter Acker.<\/p>\n<p><strong>Quellen und Literatur<br \/>\n<\/strong>Krull, G. 2020: Eine Windm\u00fchle zwischen Brustorf und Peckatel. Dorfzeitung &#8211; Zwischen Lieps und Havelquelle <strong>11:<\/strong> 102-103.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am ehemaligen Landweg zwischen Brustorf und Peckatel stand im 19. Jahrhundert eine Windm\u00fchle. Die Flurnamen M\u00fcllerwiese und Windm\u00fchlenberg erinnern daran. Seit dem Mittelalter herrschte f\u00fcr Mecklenburger Bauern Mahlzwang, d.h. sie mussten ihr Korn in der M\u00fchle ihres Grund- bzw. ihres Gutsherrn gegen eine Geb\u00fchr mahlen lassen. Der M\u00fcller behielt zeitweise auch die Naturalabgaben an Getreide &hellip; <a href=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4685\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Bockwindm\u00fchle bei Peckatel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1753,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4685"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4685"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4685\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4686,"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4685\/revisions\/4686"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}