{"id":479,"date":"2016-10-30T20:03:05","date_gmt":"2016-10-30T20:03:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=479"},"modified":"2024-10-06T16:35:50","modified_gmt":"2024-10-06T15:35:50","slug":"das-dorf-klein-vielen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=479","title":{"rendered":"Klein Vielen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_701\" aria-describedby=\"caption-attachment-701\" style=\"width: 277px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hist-Postkarte-Kl-Vielen-aus-Krull-1999-S-27.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-701\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hist-Postkarte-Kl-Vielen-aus-Krull-1999-S-27-300x181.jpg\" alt=\"hist-postkarte-kl-vielen-aus-krull-1999-s-27\" width=\"277\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hist-Postkarte-Kl-Vielen-aus-Krull-1999-S-27-300x181.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hist-Postkarte-Kl-Vielen-aus-Krull-1999-S-27-768x464.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Hist-Postkarte-Kl-Vielen-aus-Krull-1999-S-27.jpg 942w\" sizes=\"(max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-701\" class=\"wp-caption-text\">Historische Postkarte von Klein Vielen. Jahr unbekannt (aus Krull 1999, S. 27).<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">1170 wurde Klein Vielen erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Der Name ist slawischen Ursprungs. Er leitet sich aus \u201eVyla\u201c (G\u00f6ttin der Unterwelt) ab. 1248 erhielt das Dorf den Namen Colhazen Vielen vermutlich von dem damaligen Besitzer, dem Vogt Bertoldus Kohlhaze. Der Name ver\u00e4nderte sich dann \u00fcber L\u00fctken Vielen zum heutigen Klein Vielen.<br \/>\nNach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wechselten auch in Klein Vielen h\u00e4ufig die Besitzer.<br \/>\nNach den Peccatels, die mit dem Gut bereits um 1272 belehnt wurden (von Weltzien 1995: 440) und deren Geschlecht in Klein Vielen 1661 ausstarb, belehnte der Herzog von Mecklenburg-Schwerin innerhalb weniger Jahre verschiedene Besitzer mit Klein Vielen.<br \/>\n1685 kaufte ein Heinrich von Erlenkamp das Gut von den Erben einer Margaretha von Goetze. 1702 erh\u00e4lt ein Johann Georg von Holsten den Lehnbrief. 1715 verkauft dieser das Lehngut an Otto Ludwig von Hacke (auch von Haxen). Die von Hackes bleiben immerhin 100 Jahre auf Klein Vielen. Auf von Hacke folgen 1795 Carl Hartwig von Plessen und 1804\/05 Gottfried Joachim Vick.<br \/>\nW\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Besetzung kommt das Gut 1810 bis 1815 dann in die H\u00e4nde des Grafen Heinrich Leopold August von Blumenthal, der mit einer Tochter\u00a0von Plessens verm\u00e4hlt war.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6585\" src=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA-300x185.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA-300x185.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA-1024x633.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA-768x475.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA-1536x950.jpg 1536w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gutshaus-Kl-Vielen-1930er-JahreA.jpg 2017w\" sizes=\"(max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/a>1815 erwarb Rudolph Jahn, Prokurator aus Brandenburg, das Gut Klein Vielen. Die Jahns blieben bis 1880.<br \/>\nIn dem Jahr erwarb Karl Johann Freiherr von Kap-herr (1827\u20131887), der das Rittergut Lockwitz bei Dresden leitete (weitere Angaben zur Familie Kap-herr siehe <a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=989\"><strong>hier<\/strong><\/a>), das Gut Klein Vielen mit Hartwigshof nebst Patronatspflichten f\u00fcr die Kirche in Peckatel. 1884 kaufte er auch das Gut Adamsdorf mit Liepen.<br \/>\nNach seinem Tod 1887 gingen die G\u00fcter auf eine Erbengemeinschaft \u00fcber. Sie wurden von Karl Johanns erstgeborenem Sohn, Hermann Thomas Freiherr von Kap-herr (1854\u20131929), weitergef\u00fchrt.<br \/>\nHermanns einziger Sohn Richard (1889\u20131961) wohnte vor der \u00dcbernahme des Rittergutes Lockwitz mit seiner Familie in den vergleichsweise bescheidenen Gutsh\u00e4usern in Klein Vielen bzw. sp\u00e4ter in Adamsdorf.<br \/>\nDie schlechte wirtschaftliche Lage Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg zwang ihn zur schrittweisen Aufgabe der Mecklenburger G\u00fcter. So verkaufte er die G\u00fcter Adamsdorf und Liepen 1927\/28 an den Freistaat Mecklenburg-Schwerin, Hartwigshof 1934 an die Siedlungsgesellschaft \u201eHof und Hufe\u201c sowie das Restgut Klein-Vielen 1937 an den Landwirt Herbert Bennecke.<br \/>\nIm Zuge der Bodenreform 1945 wurde das Gut Klein Vielen enteignet.<br \/>\nDas einstige Gutshaus, einst ein stolzes herrschaftliches Geb\u00e4ude, brannte im Oktober 1947 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Ungef\u00e4hr auf seinem Grundriss steht heute ein mehrgeschossiges Wohnhaus.<br \/>\nDer \u00fcberwiegende Teil des Gutsparks, die Allee zum Klingenberg und der Klingenberg mit der \u201eJahn-Kapelle\u201c sind heute in der Hand der Gemeinde.<br \/>\nIn der <strong>Ausgabe Nr.\u00a0 11 (2020) der &#8222;Dorfzeitung&#8220;,<\/strong> dem Heimatkundlichen Jahrbuch des Klein Vielen e.V., k\u00f6nnen Sie anl\u00e4sslich des 850-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der urkundlichen Ersterw\u00e4hnung des Ortes einen <strong><a href=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Dorfzeitung-Nr-11-2020-Online.pdf\">Abriss \u00fcber die Geschichte Klein Vielens<\/a><\/strong> lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Quelle Foto:<\/strong><br \/>\nKrull, G. 1999: \u201eOlljahrdag\u201c in Klein Vielen. In: Mecklenburg-Strelitzer Kalender, Bd. 1999 (1998), S.27<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1170 wurde Klein Vielen erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. 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