{"id":4811,"date":"2021-05-26T13:52:33","date_gmt":"2021-05-26T13:52:33","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4811"},"modified":"2025-08-10T12:15:05","modified_gmt":"2025-08-10T11:15:05","slug":"wem-gehoerte-die-landschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4811","title":{"rendered":"Wem geh\u00f6rt(e) die Landschaft zwischen Lieps und Havelquelle?"},"content":{"rendered":"<h5>Eigentumsgeschichte zwischen Lieps und Havelquelle bis 1945<\/h5>\n<p>Im Forschungsprojekt &#8222;Reallabor Landschaft&#8220; der Hochschule Neubrandenburg, deren Kooperationspartner der Klein Vielen e.V. ist, wurden die Grundeigentumsverh\u00e4ltnisse in den D\u00f6rfern zwischen Lieps und Havelquelle nachgezeichnet &#8211; ein wirklich sehr aufw\u00e4ndiges Unterfangen der beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Elisabeth Reim und Judith B\u00f6ttcher. Dabei ging es vorrangig um das Gutseigentum.\u00a0<strong><a href=\"https:\/\/www.hs-nb.de\/iugr\/landschaft-hat-geschichte\/geschichtliche-entwicklung\/standard-titel\/\">Hier<\/a> <\/strong>finden Sie die Ergebnisse ihrer Forschungen.<a style=\"color: #ea9629; text-decoration-line: underline; outline: 0px;\" href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Ausschnitt-Aemter-und-Besitzstandskarte-1797-200dpi-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4812 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Ausschnitt-Aemter-und-Besitzstandskarte-1797-200dpi-Kopie-1024x562.jpg\" alt=\"\" width=\"335\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Ausschnitt-Aemter-und-Besitzstandskarte-1797-200dpi-Kopie-1024x562.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Ausschnitt-Aemter-und-Besitzstandskarte-1797-200dpi-Kopie-300x165.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Ausschnitt-Aemter-und-Besitzstandskarte-1797-200dpi-Kopie-768x421.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/a><br \/>\nSie zeigen, dass viele G\u00fcter manchmal in schneller Folge die Besitzer wechselten, vielleicht ein Hinweis auf die von der Natur gegebenen Voraussetzungen f\u00fcr eine eintr\u00e4gliche oder weniger eintr\u00e4gliche Land- und Forst- oder Waldwirtschaft.<br \/>\nDie Guts- und Grundherrschaft pr\u00e4gte die Orte zwischen Lieps und Havelquelle \u00fcber Jahrhunderte.<br \/>\nGro\u00dfherz\u00f6ge, grundbesitzender Adel und Kirche waren (neben den St\u00e4dten) bis 1918 die \u00f6konomischen, sozialen und kulturellen Bestimmungsfaktoren der feudalen Gesellschaftsordnung &#8211; insbesondere in den D\u00f6rfern -, auch wenn im Laufe des 19. Jahrhunderts auch hier langsam die Bedeutung b\u00fcrgerlicher Gutsbesitzer und Unternehmer wuchs. Es gab nur wenige Bauernd\u00f6rfer.<br \/>\nDie letzten Herzogt\u00fcmer in Mecklenburg entstanden mit der dritten Hauptlandesteilung 1701 . Seitdem gab es zwei beschr\u00e4nkt autonome Herzogt\u00fcmer, das gr\u00f6\u00dfere Mecklenburg-Schwerin, das in seiner Fl\u00e4chenausdehnung bis 1934 weitgehend unver\u00e4ndert blieb und das kleinere Mecklenburg-Strelitz.<br \/>\n1815, nach dem Ende der franz\u00f6sischen Besatzung mit dem Sieg \u00fcber Napoleon Bonaparte, wurden die Herz\u00f6ge durch die Standeserh\u00f6hung im Zuge des Wiener Kongresses zu Gro\u00dfherz\u00f6gen, die Herzogt\u00fcmer zu Gro\u00dfherzogt\u00fcmern.<br \/>\nDie Reste der Grenze zwischen diesen Gro\u00dfherzogt\u00fcmern &#8211; zwischen dem Westufer des Tollensesees und Adamsdorf &#8211; wurden 2019-2020 in einem studentischen Projekt der Hochschule Neubrandenburg ermittelt, vermessen und in einer <strong><a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=2985\">Ausstellung<\/a> <\/strong>dargestellt.<br \/>\nDurch die Novemberrevolution 1918 wurden die Gro\u00dfherzogt\u00fcmer zu Freistaaten, die 1934 zu Mecklenburg vereinigt wurden. Damit endete die Bedeutung der innermecklenburgischen Grenze, die heute immer noch Gemeindegrenzen markiert &#8211; zwischen Lieps und Havelquelle die zwischen den Gemeinden Klein Vielen und Hohenzieritz und zwischen Klein Vielen und Kratzeburg.<br \/>\nDie Eigentumsverh\u00e4ltnisse, die sich nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg (1618-1648) herausgebildet hatten, blieben bis zur Bodenreform 1945 in Grundz\u00fcgen weitgehend unver\u00e4ndert.<br \/>\nAus Gutswirtschaften und Dom\u00e4nen wurden dann schrittweise Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) oder &#8222;Volkseigene G\u00fcter&#8220; (VEG), die zur vorherrschenden Eigentumsform wurden. Nach diesem eigentumsrechtlichen &#8222;Intermezzo&#8220; kehrte nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 das private Gro\u00dfgrundeigentum zur\u00fcck &#8211; zum Teil in weit gr\u00f6\u00dferem Umfang als vor 1945 -, vor wenigen Jahren auch zwischen Lieps und Havelquelle, als die aus der LPG hervorgegangene &#8222;eingetragene Genossenschaft&#8220; aufh\u00f6rte zu existieren.<\/p>\n<p>Die hier abgebildete Karte aus dem von Franz Engel bearbeiteten &#8222;Historischen Atlas von Mecklenburg&#8220; wirft ein Schlaglicht auf die Besitzverh\u00e4ltnisse von 1797.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentumsgeschichte zwischen Lieps und Havelquelle bis 1945 Im Forschungsprojekt &#8222;Reallabor Landschaft&#8220; der Hochschule Neubrandenburg, deren Kooperationspartner der Klein Vielen e.V. ist, wurden die Grundeigentumsverh\u00e4ltnisse in den D\u00f6rfern zwischen Lieps und Havelquelle nachgezeichnet &#8211; ein wirklich sehr aufw\u00e4ndiges Unterfangen der beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Elisabeth Reim und Judith B\u00f6ttcher. 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