{"id":483,"date":"2016-10-30T20:03:50","date_gmt":"2016-10-30T20:03:50","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=483"},"modified":"2017-01-08T16:51:11","modified_gmt":"2017-01-08T16:51:11","slug":"das-dorf-hartwigsdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=483","title":{"rendered":"Hartwigsdorf"},"content":{"rendered":"<p>Klein Vielen kam 1433 zur H\u00e4lfte in den Besitz der Familie von Peccatel, die andere war in der Hand einer Familie von Lauenburg, die 1450 ausstarb. Die von Peccatel wurden nun mit der gesamten Feldmark Klein Vielen belehnt. \u00dcber 200 Jahre blieb der Name dieses Adelsgeschlechts mit Klein Vielen verbunden. 1662 starb der letzte Lehnherr, J\u00fcrgen von Peccatel, und mit ihm starb das Geschlecht in Klein Vielen aus.<br \/>\nIn der Folge wurden innerhalb weniger Jahre verschiedene Besitzer mit Klein Vielen belehnt.<br \/>\n1685 kaufte ein Heinrich von Erlenkamp das Gut von den Erben einer Margaretha von Goetze. Unter seiner \u00c4gide wurde in Klein Vielen 1690 eine Glash\u00fctte errichtet, die sogenannte \u201eVielener H\u00fctte\u201c. 1702 erh\u00e4lt ein Johann Georg von Holsten den Lehnbrief \u00fcber Klein Vielen und \u00fcbernimmt die Glash\u00fctte, die wenige Jahre darauf den Betrieb einstellt.<br \/>\nIm Jahr 1748 schlie\u00dft Wilhelm Otto von Hacke als neuer Gutsherr von Klein Vielen mit dem H\u00fcttenmeister Ernst Friedrich Gundlach einen Vertrag \u00fcber die erneute Anlage einer Glash\u00fctte auf dem Vielener Feld f\u00fcr die Dauer von sieben Jahren.<br \/>\nAls der H\u00fcttenbetrieb wiederum eingestellt wurde, lie\u00df der Gutsherr die abgeholzten Fl\u00e4chen in Ackerland umwandeln. Eine kleine Siedlung entstand in der N\u00e4he des fr\u00fcheren H\u00fcttenbetriebes. Aus der \u201eVielener H\u00fctte\u201c entwickelte sich die Siedlung \u201eAlte H\u00fctte\u201c. Wie lange die Bezeichnung \u201eVielener H\u00fctte\u201c existierte, l\u00e4sst sich noch nicht genau datieren. Der Name \u201eAlte H\u00fctte\u201c wird bereits vor der Mitte des 18. Jahrhunderts gebr\u00e4uchlich.<br \/>\nAnfang des 19. Jahrhunderts erscheint der Ort in Lehnbriefen und Kaufvertr\u00e4gen bereits unter dem Namen Hartwigshoff, sp\u00e4ter Hartwigshof.<br \/>\n1805 verkauft Kammerherr Carl Hartwig von Plessen Klein Vielen an Gottfried Joachim Fick zu Glocksin und Johann Friedrich Fick zu Kuhstall. Im Kaufvertrag wird Hartwigshoff als Pertinenz und Meierei genannt.<br \/>\n1934 verkaufte der letzte Gutsherr von Klein Vielen, Freiherr Carl Johann von Kap-herr, Hartwigshof an die \u201eHof und Hufe Allgemeine Landsiedlungsgesellschaft m.\u00a0b.\u00a0H.\u201c in Klein Plasten (Das \u201eKern-Gut\u201c Klein Vielen verkaufte er 1937 an den Landwirt Herbert Bennecke).<br \/>\nDie Landgesellschaft \u201eHof und Hufe\u201c \u00fcbernahm auch das Vorwerk Friederikenshof, das Teil des benachbarten Lehngutes Zahren war und zur Gemeinde Zahren geh\u00f6rte.<br \/>\nDie beiden Vorwerke kamen zur Ansiedlung und wurden nach Aufteilung an 16 Siedlerfamilien vergeben. Jeweils sechs der Siedler kamen aus Mecklenburg und aus Niedersachsen, zwei aus Schleswig-Holstein, einer aus Westfalen und einer aus Bayern.<br \/>\nAus der neuen Siedlung Hartwigs<em>hof<\/em> wurde 1936 die eigenst\u00e4ndige Gemeinde Hartwigs<em>dorf<\/em>. Heute ist Hartwigsdorf ein Ortsteil der Gemeinde Klein Vielen.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong>:<br \/>\nHagemann, H.-J. 1998: Hartwigsdorf \u2013 von der Glash\u00fctte zum Bauerndorf. Die Geschichte eines mecklenburgischen Dorfes. Neustrelitz.<br \/>\nKrull, K. (o. J.): Das Bauerndorf Peccatel. In: Karbe-Wagner-Archiv. Nachlass Karlfried Krull. Signatur Ha 535.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klein Vielen kam 1433 zur H\u00e4lfte in den Besitz der Familie von Peccatel, die andere war in der Hand einer Familie von Lauenburg, die 1450 ausstarb. 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