{"id":4844,"date":"2021-06-06T10:50:28","date_gmt":"2021-06-06T10:50:28","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4844"},"modified":"2021-06-07T16:22:22","modified_gmt":"2021-06-07T16:22:22","slug":"die-hohenzieritzer-muehle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=4844","title":{"rendered":"Die Hohenzieritzer M\u00fchle"},"content":{"rendered":"<p>Die Hohenzieritzer M\u00fchle ist heute nur noch eine Ruine.\u00a0<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4647 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle-752x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle-752x1024.jpg 752w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle-220x300.jpg 220w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle-768x1045.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Sandm\u00fchle.jpg 837w\" sizes=\"(max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/a><br \/>\nErhalten sind der \u00fcberwiegende Teil der Grundmauern des M\u00fchlengeb\u00e4udes mit dem Kellergeschoss sowie der urspr\u00fcngliche M\u00fchlteich.\u00a0 Im Kellergeschoss sind noch Fenster vorhanden.<br \/>\nEs gibt einige \u00dcberlieferungen, die von Schicksalsschl\u00e4gen wie von den Eigent\u00fcmern erz\u00e4hlen. Auch \u00fcber die Nutzung der M\u00fchle und ihres Umfeldes ist einiges bekannt.<br \/>\n1865 wurden durch ein Feuer M\u00fchle, Wohnhaus, Scheune, mehrere St\u00e4lle und ein Bienenstand vernichtet. Bei dem Brand kamen sechs K\u00fche und f\u00fcnf Schweine ums Leben. Brennendes Schilfrohr vom Dach der M\u00fchle entz\u00fcndete eine Futtermiete auf einem nahen Feld sowie Teile des Waldes, das dortige Feuer konnte jedoch gel\u00f6scht werden.<br \/>\n1897 wurde die Hohenzieritzer M\u00fchle in einem Reisef\u00fchrer erw\u00e4hnt: Danach lag \u201eam Saume des aus Laubwald bestehenden Haidenholzes in sch\u00f6ner Umgebung die Hohenzieritzer M\u00fchle und nicht weit davon das im herrlichsten Park gelegene Lustschloss Hohenzieritz.\u201c<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Grundmauern-Abraham-2020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4845 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Grundmauern-Abraham-2020.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Grundmauern-Abraham-2020.jpg 753w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Grundmauern-Abraham-2020-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\n1913 wurde berichtet, dass die M\u00fchle stillgelegt wurde. 1911 war sie noch in Betrieb. Obwohl der genaue Zeitpunkt nicht bekannt ist, ist davon auszugehen, dass die M\u00fchle im Zeitraum dieser drei Jahre endg\u00fcltig stillgelegt wurde.<br \/>\n1921 wurde die Gesamtgr\u00f6\u00dfe des M\u00fchlengel\u00e4ndes, das zum Gut Hohenzieritz geh\u00f6rte, auf etwa 29 Hektar beziffert.<br \/>\nBesitzer der M\u00fchle war damals Erich Oppelmann.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4858 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie-1024x751.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"183\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie-1024x751.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie-300x220.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie-768x563.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-Eingang-Kopie.jpg 1339w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\n1924 wurden 35 Hektar angegeben. Als Besitzerin wurde nun die Landesherrschaft, also der Freistaat Mecklenburg-Strelitz, angegeben. Verschiedene P\u00e4chter der M\u00fchle waren zwischen 1924 bis 1945 die Familien Rieckhof, G\u00fcrt,\u00a0 Wussow und Bl\u00fcmchen.<br \/>\n1948 kaufte Karl G\u00fcrth das Grundst\u00fcck. Bewirtschafterin war zu diesem Zeitpunkt eine Frau Bl\u00fcmchen.<br \/>\n1949 wurde der schon genannte Wussow erneut als P\u00e4chter erw\u00e4hnt. Er gab die Bewirtschaftung der Hohenzieritzer M\u00fchle 1951\u00a0auf, weil der Besitzer Karl G\u00fcrth sie selbst bewirtschaften wollte. Dies geschah im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit G\u00fcrths, der zu diesem Zeitpunkt auch die Wanzkaer M\u00fchle bewirtschaftete, was ihm von staatlicher Seite jedoch nicht weiter gestattet wurde.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4847 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie-1024x741.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie-1024x741.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie-300x217.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie-768x556.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Hohenzieritzer-M\u00fchle-innen-Raum-1-Kopie.jpg 1339w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\nDer Verkauf der Hohenzieritzer M\u00fchle durch G\u00fcrth scheiterte an der Forderung eines zu hohen Kaufpreises. 1954 wurde in einem Schreiben des Rates des Kreises Neustrelitz erw\u00e4hnt, dass G\u00fcrth von staatlicher Seite\u00a0 f\u00fcr die Weiterbewirtschaftung der Wanzkaer M\u00fchle die Bedingung gestellt wurde, die Hohenzieritzer M\u00fchle zu verkaufen<br \/>\n1956 befand sich die M\u00fchle mit 27,75 ha (inkl. 15,01 ha landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che) unter der Verwaltung des \u00f6rtlichen Landwirtschaftsbetriebes (\u00d6LB) Hohenzieritz, nachdem G\u00fcrth den \u201eBetrieb Hohenzieritzer M\u00fchle wegen [\u2026] schlechten gesundheitlichen Zustandes an den \u00d6LB Hohenzieritz zur\u00a0Bewirtschaftung abgegeben [hat].\u201c<a style=\"color: #ea9629; text-decoration-line: underline; outline: 0px;\" href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4848 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab-1024x667.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab-1024x667.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab-300x195.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab-768x500.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/tab.jpg 1282w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\n1962\/63 erwarb die Deutsche Staatsoper in Berlin das M\u00fchlengrundst\u00fcck in Hohenzieritz. Es sollte nun als Ferienheim f\u00fcr Mitarbeiter der Staatsoper ausgebaut werden. Das Kreisbauamt Neustrelitz gab in diesem Zusammenhang die Zustimmung zum Bau eines Kinderferienlagers. Sechs Ferien-Bungalows wurden errichtet.<br \/>\nZwischen 1964 und 1968 endete der jahrelange Rechtsstreit mit dem Eigent\u00fcmer G\u00fcrth um die Wanzkaer M\u00fchle. G\u00fcrth bekam von staatlicher Seite das Angebot, das Grundst\u00fcck Hohenzieritzer M\u00fchle \u00fcber einen ab 1962 geltenden Pachtvertrag zu pachten.<a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4849 alignright\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie-597x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"429\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie-597x1024.jpg 597w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie-175x300.jpg 175w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie-768x1316.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Die-Hohenzieritzer-M\u00fchle-Handzeichnung-Kopie.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\nZu diesem Zeitpunkt war die M\u00fchle nicht mehr in Betrieb, der Pachtvertrag sah die landwirtschaftliche Nutzung des Grundbesitzes vor.<br \/>\n1984 berichtete die Bezirkszeitung der SED \u201eFreie Erde\u201c, dass im ehemaligen M\u00fchlteich Fischzucht betrieben wurde.<br \/>\n2020 untersuchten Studierende der Hochschule Neubrandenburg die \u00dcberreste der ehemaligen M\u00fchle. Nach einem Aufma\u00df fertigte eine Studierende eine ma\u00dfstabsgetreue Zeichnung des Grundrisses an.<\/p>\n<p>[nach den Texten von Marie Abraham, Till Hendrik Berndt und Vanessa G\u00f6tz im Projektbericht M\u00fchlen, Hochschule Neubrandenburg 2021]<\/p>\n<p><strong>Quellen<br \/>\n<\/strong>Materialsammlung zur Ortschronik der Gemeinde Hohenzieritz mit den Ortsteilen Prillwitz und Zippelow: Unterlagen zu M\u00fchlen, Ordner III\/VIII und Zippelow, Ordner VII\/VIII.<br \/>\nKarbe-Wagner-Archiv Neustrelitz: Unterlagen zu M\u00fchlen, insbesondere Papierm\u00fchlen, Papiermuster, Wasserm\u00fchlen, Staatskalender &amp; Notizen.<br \/>\nKniesz, J. 2001: M\u00fchlen in Mecklenburg- Strelitz. In: Erstling, F., Sa\u00df, F., Schulze, E. &amp; Witzke, H.: Mecklenburg-Strelitz. Beitr\u00e4ge zur Geschichte einer Region. Band 2. Hrsg. vom Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Friedland\/Meckl.<br \/>\nKreisarchiv Mecklenburgische Seenplatte: Unterlagen zur Geschichte Mecklenburg-Strelitzscher Gemeinden, speziell deren Landwirtschaft und Kultur. Woldegker Chaussee 35, Neustrelitz.<br \/>\nKartenausschnitt: Messtischblatt Nr. 1140 Hohenzieritz 1884, Studienarchiv Umweltgeschichte des Instituts f\u00fcr Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.V. an der Hochschule Neubrandenburg. Kartensammlung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hohenzieritzer M\u00fchle ist heute nur noch eine Ruine.\u00a0 Erhalten sind der \u00fcberwiegende Teil der Grundmauern des M\u00fchlengeb\u00e4udes mit dem Kellergeschoss sowie der urspr\u00fcngliche M\u00fchlteich.\u00a0 Im Kellergeschoss sind noch Fenster vorhanden. Es gibt einige \u00dcberlieferungen, die von Schicksalsschl\u00e4gen wie von den Eigent\u00fcmern erz\u00e4hlen. 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