{"id":77,"date":"2016-10-26T11:42:08","date_gmt":"2016-10-26T11:42:08","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=77"},"modified":"2024-07-20T15:51:24","modified_gmt":"2024-07-20T14:51:24","slug":"das-gutshaus-peckatel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=77","title":{"rendered":"Das Gutshaus Peckatel"},"content":{"rendered":"<p>Seit 1795\u00a0war Peckatel im Besitz von Joseph von Maltzan (1735-1805), der zur Penzliner Linie der <a href=\"http:\/\/www.gutshaeuser.de\/de\/wappen_familien\/familie_von_maltzahn\" target=\"_self\" rel=\"noopener\"><strong>Familie von Maltzahn<\/strong><\/a>\u00a0geh\u00f6rte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_332\" aria-describedby=\"caption-attachment-332\" style=\"width: 385px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-332\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-Stich-2-300x194.jpg\" alt=\"gutshaus-peckatel-stich-2\" width=\"385\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-Stich-2-300x194.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-Stich-2.jpg 741w\" sizes=\"(max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-332\" class=\"wp-caption-text\">Das Gutshaus in Peckatel um 1840 (Archiv G. Krull).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach seinem Tod\u00a0erbte sein Sohn Ferdinand (1778-1859) die Beg\u00fcterung Penzlin. Sein zweiter Sohn Friedrich (1783-1864) bekam u.a. das Gut Peckatel mit Peutsch, Brustorf und Jennyhof.<br \/>\nZu diesem Zeitpunkt gab es in Peckatel nur ein\u00a0 vergleichsweise bescheidenes Gutshaus, , das Friedrich kurzzeitig als Wohnung diente.<\/p>\n<p>1806 heiratete Friedrich und wohnte mindestens seitdem in Brustorf. Das Gutshaus in Brustorf hatte Ferdinand von Maltzan 1800 erbauen lassen, der selbst 10 Jahre lang, von 1795 bis 1805, Peckatel verwaltet hatte.<br \/>\nNachdem die P\u00e4chter in Peckatel w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Besatzung zahlungsunf\u00e4hig wurden, zog Friedrich von Maltzan mit seiner Familie f\u00fcr zwei Jahre wieder nach Peckatel, um die Wirtschaft wieder aufzubauen. Ein nennenswertes Baugeschehen kam nicht in Gang.\u00a0 Friedrich lebte dann ab 1823 im Herrenhaus von Rothenmoor.<br \/>\nSein Sohn Albrecht von Maltzan (1813-1851) hielt sich h\u00e4ufiger in Peckatel auf und erhielt 1850 nach Peutsch auch Peckatel, Brustorf und Jennyhof. Im Juni 1850 bezog er das Gutshaus, starb aber bereits ein Jahr sp\u00e4ter. Daraufhin wurde Albrechts Bruder Friedrich (1822-1871) Herr auf Peckatel und verwaltete das Gut bis zu seinem Tod.<\/p>\n<figure id=\"attachment_641\" aria-describedby=\"caption-attachment-641\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-641\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull-300x99.jpg\" alt=\"gutshaus-peckatel-1920er-1930er-archiv-g-krull\" width=\"600\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull-300x99.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull-768x252.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull-1024x336.jpg 1024w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Gutshaus-Peckatel-1920er-1930er-Archiv-G-Krull.jpg 1513w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-641\" class=\"wp-caption-text\">Das Gutshaus in Peckatel in den 1920er (links) und 1930er Jahren (Archiv G. Krull).<\/figcaption><\/figure>\n<p>1852 heiratete Friedrich Auguste von Oertzen auf L\u00fcbbersdorf. Das Gutshaus wurde nun umgebaut und erhielt sein klassizistisch gepr\u00e4gtes Bild mit hohen Fenstern und einem m\u00e4chtigen Dach. 1854 bezog das Ehepaar das neue Gutshaus.<br \/>\nSein Sohn Ludolf von Maltzan (1864-1942) erbte Peckatel 1887. 1890 heiratete er Auguste Gr\u00e4fin von Bernstorff. Mit ihrer Mitgift wurde das Herrenhaus erweitert und 1895 der zweigeschossige Anbau in rotem Backstein errichtet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_397\" aria-describedby=\"caption-attachment-397\" style=\"width: 396px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/gutshaus-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-397\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/gutshaus-2016-300x196.jpg\" alt=\"gutshaus-2016\" width=\"396\" height=\"259\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/gutshaus-2016-300x196.jpg 300w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/gutshaus-2016.jpg 678w\" sizes=\"(max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-397\" class=\"wp-caption-text\">Das Gutshaus in Peckatel 2016.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ludolf versuchte sich auch in industrieller Produktion und lie\u00df in Brustorf ein Dampfs\u00e4gewerk und eine Kartoffelflockenfabrik errichten und betreiben. Diese Produktionslinie endete jedoch j\u00e4h: Weihnachten 1929 brannten beide Geb\u00e4ude ab. Dies trug dazu bei, dass Ludolf von Maltzan den gr\u00f6\u00dften Teil seines Gutes 1934 an eine Siedlungsgesellschaft verkaufen musste. Ludolf erwarb sp\u00e4ter das Herrenhaus samt Park zur\u00fcck und wohnte dort bis zu seinem Tod 1942. Die Erben verkauften das Haus und den Park an den Drahtfabrikanten Orthey aus Rostock, dessen Frau bis 1953 dort wohnte.<br \/>\n1960 bot sie der Gemeinde Klein Vielen das Gutshaus f\u00fcr 25.000 Mark zum Kauf an. Die Gemeinde lehnte mit der Begr\u00fcndung ab, dass sie daf\u00fcr keine Verwendung und auch kein Geld habe (Protokoll der Gemeindevertreterversammlung vom 17.3.1960).<br \/>\nIn der Folge wurde das Gutshaus weiter als Wohnhaus und der Ahnensaal des Hauses als Turnhalle genutzt. Seit 1956 befand sich im Altbau des Hauses auch eine Gastst\u00e4tte. 1968 wohnten noch 11 Familien im Gutshaus.<br \/>\n1972 plante die Gemeinde Klein Vielen die Renovierung des Gutshauses. Die Renovierung\u00a0 war schon in den Kreisbauplan aufgenommen worden, die\u00a0Kosten wurden mit 500.000 Mark veranschlagt und sie zu decken, h\u00e4tte einen Kredit erfordert, den die Kreissparkasse mit dem Hinweis ablehnte, das \u201eSchlo\u00df&#8220; sei Privateigentum.<br \/>\nIn den 1980er Jahren wurde gleichwohl das Dach neu gedeckt.<br \/>\nNach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 beauftragte die in Hamburg lebende Erbin einen Makler mit dem Verkauf des Hauses. 1992 erwarb es das Ehepaar Kurt und Heidi Unger, das Gutshaus und Park aufw\u00e4ndig restaurieren lie\u00df.<\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong>:<br \/>\nKreisarchiv Mecklenburgische Seenplatte, Regionalstelle Neustrelitz, Signatur Nr. 1592, Protokolle Gemeindevertretung Peckatel 1946-1961 und Nr. 1035, Protokolle Ratssitzungen 1965 bis 1979.<br \/>\nSchmidt, B. 1900: Geschichte des Geschlechts von Maltzan u. von Maltzahn. I. Abteilung, I. Band: Stamm- und Ahnen-Tafeln. Schleiz<br \/>\nSchmidt, B. 1907: Die Erbg\u00fcter der Linie Wold-Penzlin in Mecklenburg.\u00a0Geschichte des Geschlechts von Maltzan und von Maltzahn. II. Abt., I. Band. Das Mittelalter.\u00a0Schleiz: 375-393.<br \/>\nSchmidt, B. 1926: Das Haus Peckatel. Geschichte des Geschlechts von Maltzan und von Maltzahn. II. Abt., IV. Band. Aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Schleiz: 265-278.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1795\u00a0war Peckatel im Besitz von Joseph von Maltzan (1735-1805), der zur Penzliner Linie der Familie von Maltzahn\u00a0geh\u00f6rte. Nach seinem Tod\u00a0erbte sein Sohn Ferdinand (1778-1859) die Beg\u00fcterung Penzlin. Sein zweiter Sohn Friedrich (1783-1864) bekam u.a. das Gut Peckatel mit Peutsch, Brustorf und Jennyhof. 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