{"id":972,"date":"2016-12-15T11:10:09","date_gmt":"2016-12-15T11:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=972"},"modified":"2026-01-25T15:49:10","modified_gmt":"2026-01-25T14:49:10","slug":"uwe-schwichtenberg-1942-2004","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=972","title":{"rendered":"Uwe Schwichtenberg (1942-2004)"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Uwe Schwichtenberg aus Klein Vielen \u2013 der ber\u00fchmte Tierdresseur<\/strong><\/h5>\n<figure id=\"attachment_1315\" aria-describedby=\"caption-attachment-1315\" style=\"width: 275px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1315\" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61-251x300.jpg\" width=\"275\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61-251x300.jpg 251w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61-768x919.jpg 768w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61-855x1024.jpg 855w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/uwe-schwichtenberg-aus-netzker-turra-1982-S-15-23-24-61.jpg 888w\" sizes=\"(max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1315\" class=\"wp-caption-text\">Uwe Schwichtenberg bei verschiedenen Dressuren. Fotos aus: Netzker &amp; Turra 1982, S. 15, 23, 24, 61.<\/figcaption><\/figure>\n<p>(H.B.) Uwe Schwichtenberg wurde am 26.2.1942 geboren. Er wuchs in Klein Vielen auf und besuchte in Peckatel die Schule.<br \/>\nSchon fr\u00fch entdeckte er seine Begeisterung f\u00fcr den Umgang mit Tieren und f\u00fcr den Zirkus und er hatte das Gl\u00fcck, sein sch\u00f6nstes Hobby mit dem Beruf zu verbinden.<br \/>\nEs gelang ihm, eine Anstellung beim <strong>Staatszirkus der DDR<\/strong> zu erlangen. Dieser Zirkus war am 1. Januar 1960 als Volkseigener Betrieb (VEB) <em>Zentral-Zirkus<\/em> gegr\u00fcndet und 1981 in <em>Staatszirkus der DDR<\/em> umbenannt worden. Dort wurde Uwe Schwichtenberg als Dresseur und \u201eTierlehrer\u201c \u00fcber die Grenzen der DDR hinaus ber\u00fchmt.<br \/>\nAm 23.5.1986 wurde er f\u00fcr seine Verdienste um den Zirkus mit dem <em>Kunstpreis der DDR<\/em> ausgezeichnet.<br \/>\nNach 1990 setzte Uwe Schwichtenberg seine T\u00e4tigkeit beim international ber\u00fchmten <strong>Zirkus Probst<\/strong> fort, der seinen Firmensitz in Neustadt an der Weinstra\u00dfe hat. Er war Lehrer f\u00fcr Stephanie Probst, die heute als herausragende Tierdresseurin gilt. Bis heute erweist sie ihrem Lehrer ihre Dankbarkeit und Anerkennung, was aus folgender Beschreibung hervorgeht:<br \/>\n<em>\u00bbMit sechs Jahren trat Stephanie Probst das erste Mal auf, f\u00fchrte vier Ponys vor; mit 13 Jahren dirigierte sie sechs Araberhengste in der Manege, zwei Jahre sp\u00e4ter einen Achterzug Friesen und Araber. Inzwischen hat sie sich einen Ruf als herausragendes Tierlehrer-Talent erworben. Stets elegant, mit charmantem L\u00e4cheln und leichter Hand pr\u00e4sentiert sie ihre Tierdressuren. Eine Circusprinzessin. <\/em><br \/>\n<em> Das K\u00f6nnen kam nicht von ungef\u00e4hr. Schlie\u00dflich lernte sie ihr Handwerk bei Uwe Schwichtenberg, dem Meisterdresseur des ehemaligen DDR-Staatszirkus\u2019. Schwichtenberg fand nach der Wende bei Probst eine neue Heimat. \u201eWo dieser Mann war, war ich auch\u201c, erz\u00e4hlt Stephanie. \u201eEr war nicht nur ein Vorbild f\u00fcr mich, sondern wie ein Opa.\u201c Und wenn sie als junges M\u00e4dchen manchmal ein \u201ekleines Mistbiest\u201c gewesen sei, wie sie selbst formuliert, dann habe \u201eOnkel Uwe\u201c sie schnell auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt.<\/em><br \/>\n<em> Schwichtenberg vermittelte der jungen Stephanie sein Erfolgsrezept als Dresseur: Ruhe, Geduld und viel Liebe zu den Tieren, niemals Gewalt. Er hatte seiner Meistersch\u00fclerin sein Wissen behutsam und in kleinen Schritten vermitteln wollen. Doch dann starb Schwichtenberg im M\u00e4rz 2004 nach kurzer schwerer Krankheit viel zu fr\u00fch an Krebs. Stephanie trauerte tief. Und sollte pl\u00f6tzlich auch die Kamele vorf\u00fchren. \u201eDas hatte ich noch nie gemacht, nur durch Zusehen wusste ich, wie Uwe sich bewegt hatte.\u201c Pferde, sagt sie, reagieren auf feine Gesten und wenig Worte, bei Kamelen m\u00fcsse man energischer auftreten, mehr mit der Stimme arbeiten. Einer der Kamelhengste machte erstmal gar nichts mehr. Rotz und Wasser habe sie geheult, sagt Stephanie. Doch sie \u00fcberlegte, wie es der Onkel Uwe gemacht h\u00e4tte, lie\u00df die Tiere in den Proben zun\u00e4chst wieder an Longen f\u00fchren und pr\u00e4gte sie auf die neue Chefin. Und mit der Zeit klappte alles. Seit Schwichtenbergs Tod arbeitet Stephanie Probst alleine als Tierlehrerin\u00ab<\/em> (chapiteau.de, 15.12.2016).<br \/>\nAuf circusworld.de finden sich Kommentare zu Uwe Schwichtenberg wie diese:<br \/>\nEin Klaus schreibt: <em>\u00bbUwe Schwichtenberg kam ja vom Staatszirkus der DDR; dort habe ich ihn h\u00e4ufig gesehen. Er war dort vor allem zust\u00e4ndig f\u00fcr Exotendressuren, wurde aber auch bekannt mit humorvollen Dressuren, beispielsweise mit seinen dressierten Eseln oder dressierten Schweinen. Beim West-Probst gl\u00e4nzte er dann auch mit verschiedenen Pferde-Freiheiten. <\/em><br \/>\n<em> Uwe Schwichtenberg geh\u00f6rte \u2013 nicht zuletzt, weil er gut &#8222;verkaufen&#8220; konnte \u2013 zu jenen DDR-Artisten und -Dresseuren, die zu DDR-Zeiten immer wieder auch im Westen aufgetreten sind. Ich erinnere hier an die Gastspiele bei Benneweis und Schumann in D\u00e4nemark. Auch bei &#8222;Menschen, Tiere, Sensationen&#8220; in der Deutschlandhalle haben wir Uwe Schwichtenberg mit seinen lustigen Tierdressuren mal gesehen.\u00ab<\/em><br \/>\nJ\u00fcrgen P., ein anderer Fan, schreibt: <em>\u00bbIch hatte das Gl\u00fcck, ihn in Offenburg bei den Fernsehaufzeichnungen f\u00fcr das ZDF &#8220; Circus-Circus&#8220; kennen zu lernen. Sehr kompetent, sehr zur\u00fcckhaltend und bescheiden. Aber ein Meister seines Fachs. Bei jedem Exotenzug den ich sehe denke ich an Uwe Schwichtenberg. Sehr bekannt ist auch sein Auftritt bei der Gala &#8220; Nacht der Prominenten &#8220; mit Helga Hahnemann und den K\u00fchen\u00ab.<\/em><br \/>\nUnd in Gelsenkirchen hatte sich sogar bereits vor der \u201eWende\u201c eine Fangruppe gebildet.<br \/>\nBei Alexander Smoltczyk ist \u00fcber ihn zu lesen: <em>\u00bbUwe Schwichtenberg hat so ziemlich alles dressiert, was \u00fcber vier Beine und ein Mindestma\u00df an Hirn verf\u00fcgt: Elefanten, Esel, Wollschweine.<\/em>\u00ab (Smoltczyk 1996: 152).<\/p>\n<p>Uwe Schwichtenbergs Karriere endete viel zu fr\u00fch. Er starb am 25.3.2004.<br \/>\nWer ihn noch einmal in Aktion sehen will, findet hier einen Filmmitschnitt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.circopedia.org\/Uwe_Schwichtenberg_Trained_Pigs_Video_1973\">http:\/\/www.circopedia.org\/Uwe_Schwichtenberg_Trained_Pigs_Video_1973<\/a><\/p>\n<p><strong>Quellen:<br \/>\n<\/strong>Netzker, O. &amp; Turra, M. 1982: Zirkus International. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, DDR-Berlin. (Fotos aus diesem Band S. 15, 23, 24 und 61. Urheber: unbekannt, gehen aus der Ver\u00f6ffentlichung nicht hervor; E-Mail-Anfrage und Recherche beim Nachfolgeverlag ohne Ergebnis.)<strong><br \/>\n<\/strong>Smoltczyk, A. 1996: Der Wald ohne Schatten. Auf der Suche nach letzten Orten dieser Welt. Berlin.<br \/>\nhttp:\/\/www.chapiteau.de\/hintermzelt\/2011\/stprobst\/stprobst.htm (15.12.2016).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uwe Schwichtenberg aus Klein Vielen \u2013 der ber\u00fchmte Tierdresseur (H.B.) Uwe Schwichtenberg wurde am 26.2.1942 geboren. Er wuchs in Klein Vielen auf und besuchte in Peckatel die Schule. 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