{"id":989,"date":"2016-12-15T16:53:55","date_gmt":"2016-12-15T16:53:55","guid":{"rendered":"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=989"},"modified":"2026-01-25T15:45:06","modified_gmt":"2026-01-25T14:45:06","slug":"die-kap-herrs-auf-klein-vielen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/?page_id=989","title":{"rendered":"Die Kap-herrs auf Klein Vielen und Adamsdorf"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_990\" aria-describedby=\"caption-attachment-990\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-990 \" src=\"http:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Wappen_Kap-herr-283x300.jpeg\" alt=\"wappen_kap-herr\" width=\"234\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Wappen_Kap-herr-283x300.jpeg 283w, https:\/\/kleinvielen-ev.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Wappen_Kap-herr.jpeg 522w\" sizes=\"(max-width: 234px) 100vw, 234px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-990\" class=\"wp-caption-text\">Das Wappen der Kap-herrs. Quelle: commons.wikimedia.org. Autor: Joseph Kap-herr.<\/figcaption><\/figure>\n<p>(H.B.) Die Kap-herrs sind ein Adelsgeschlecht, das durch den Gro\u00dfherzog von Hessen-Darmstadt 1868 in den erblichen Freiherrenstand erhoben wurde. Die Freiherren von Kap-herr waren seit dem 17. Jahrhundert in Mecklenburg sesshaft. Die eigent\u00fcmliche Schreibweise des Namens wurde verwendet, um die falsche Aussprache (Kapher, vgl. Kaffer) zu verhindern.<br \/>\nDie Geschichte der Kap-herrs in Mecklenburg beginnt mit dem 1690 in Eisenach geborenen Johann Georg Christian Kapherr. Er amtierte von 1737 bis 1751 als B\u00fcrgermeister in Sternberg und verstarb 1751 dort. Sein Sohn Johann Christian Kapherr (1730 \u2013 1788) war Senator in G\u00fcstrow. Dessen zweitgeborener Sohn Carl Ludwig Kap-herr (1770 \u2013 1845) diente als Gro\u00dfherzoglich Mecklenburgischer Zollinspektor in Rostock \u2013 man beachte die seitdem getrennte Schreibweise des Nachnamens.<br \/>\nDessen erstgeborener Sohn Hermann Christian (1801 \u2013 1877) emigrierte im fr\u00fchen 19. Jahrhundert nach Sankt Petersburg, wo der Bruder seines Vaters, Johann Christian von Kap-herr, bereits den Titel \u201eKaiserlich Russischer Staatsrat\u201c trug und somit viel Einfluss und hohes Ansehen genoss. Diesen verschaffte sich auch Hermann Christian, der in Sankt Petersburg zuerst Bankier war und sp\u00e4ter zum Kaiserlich Russischen Staatsrat, Ritter, K\u00f6niglich Spanischem Konsul und Erblichen Russischen Ehrenb\u00fcrger ernannt wurde. Er fungierte zeitweise als Repr\u00e4sentant der <em>Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens &amp; Halske<\/em> in St. Petersburg. Diese Aufgabe \u00fcbernahm von ihm anschlie\u00dfend der Bruder des Unternehmensgr\u00fcnders, Carl Heinrich Siemens, der 1855 Kap-herrs Tochter Marie geheiratet hatte (Familie Carl und Marie von Siemens beigesetzt auf dem III. Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchen-Gemeinde vor dem Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg). Als seine Frau Charlotte Dorothea 1866 verstarb, erwarb Kap-herr das Schloss Lockwitz bei Dresden, zog 1867 nach Dresden und erwarb die Schl\u00f6sser in B\u00e4renklause und Prohlis. 1868 wurde er zum erblichen hessischen Freiherrn erhoben.<br \/>\nSein \u00e4ltester Sohn, Karl Johann (1827\u20131887), der das Rittergut Lockwitz leitete, engagierte sich wieder in Mecklenburg und erwarb 1880 die G\u00fcter Klein Vielen mit Hartwigshof nebst Patronatspflichten f\u00fcr die Kirche in Peckatel sowie 1884 Adamsdorf und Liepen.<br \/>\nNach seinem Tod 1887 gingen die G\u00fcter auf eine Erbengemeinschaft \u00fcber. Sie wurden von Karl Johanns erstgeborenem Sohn, Hermann Thomas Freiherr von Kapherr-Lockwitz (1854\u20131929), weitergef\u00fchrt. Hermanns einziger Sohn Richard (1889\u20131961) wohnte vor der \u00dcbernahme des Rittergutes Lockwitz mit seiner Familie in den vergleichsweise bescheidenen Gutsh\u00e4usern in Klein Vielen bzw. sp\u00e4ter in Adamsdorf. Die schlechte wirtschaftliche Lage Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg zwang ihn zur schrittweisen Aufgabe der Mecklenburger G\u00fcter. So verkaufte er die G\u00fcter Adamsdorf und Liepen 1927\/28 an den Freistaat Mecklenburg-Schwerin, Hartwigshof 1934 an die Siedlungsgesellschaft \u201eHof und Hufe\u201c sowie Klein-Vielen 1937 an den Landwirt Herbert Bennecke.<\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong>:<br \/>\nhttps:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kap-herr (15.12.2016).<br \/>\nhttp:\/\/www.heimatverein-prohlis.de\/seiten\/daten\/herbstfest8_1999familie.pdf<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.heimatverein-prohlis.de\/seiten\/daten\/herbstfest19_2010mecklenburg.pdf.pdf\">http:\/\/www.heimatverein-prohlis.de\/seiten\/daten\/herbstfest19_2010mecklenburg.pdf.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(H.B.) Die Kap-herrs sind ein Adelsgeschlecht, das durch den Gro\u00dfherzog von Hessen-Darmstadt 1868 in den erblichen Freiherrenstand erhoben wurde. Die Freiherren von Kap-herr waren seit dem 17. Jahrhundert in Mecklenburg sesshaft. 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