Wüstung Friederikenkrug

Der Friederikenkrug stand an der alten Landstraße nach Kratzeburg zwischen Babker und Großem Bodensee. Er wurde mit der Einrichtung einer Poststrecke nach Kratzeburg als Pferdewechsel und Ausspanne eingerichtet. Die gleichzeitig eröffnete Schenke hatte im Volksmund keinen guten Ruf.
Der Name Friederikenhof geht wie auch der von Adamsdorf auf den Grafen Heinrich Leopold August von Blumenthal (1765 – 1830) zurück, der das Gehöft nach seiner Tochter benannte, das Dorf Adamsdorf nach seinem gefallenen Sohn. Blumenthal war 1810 in den Besitz von Adamsdorf gekommen.
Mit dem Bau der alten Bahnstrecke nach Rostock Ende des 19. Jahrhunderts ging ein Teil der Gebäude an die Forst und wurde von Forstarbeitern als Wohnhaus genutzt. Die Schenke wurde verpachtet.
1894 brannte das Forstarbeitergehöft vollständig nieder. Die Schenke stellte 1910 ihren Betrieb ein. Letzter Schankwirt war ein Rachow. Das Anwesen wurde dann bis 1945 von zwei Waldarbeiterfamilien als Wohnhaus genutzt.

Quellen:
720 Jahre Peckatel – Brustorf. Broschüre zum Jubiläum. Zusammengestellt von Gisela Krull. Druck: Friedland.
Universität Rostock, Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Projekt Virtuelles Kulturlandschaftslaboratorium, Kartenausschnitt aus Messtischblatt 1888.