Bauarbeiten 2021

Demnächst geht es weiter mit den Sanierungsarbeiten…

(07.07.2021) Fast zwei Monate lang ruhten die Sanierungsarbeiten an der Jahn-Kapelle. Der Grund dafür war, dass einige Ausschreibungen erfolgen mussten und das dauert bekanntlich. Aber nun soll es bald weitergehen.
Noch im Juli sollen die Fenster im ersten Obergeschoss ihre Fensterbänke wiederbekommen. Und danach werden die Fenster im Erdgeschoss und im Obergeschoss verglast. Im August sollen von innen die Fenstermaßwerke wiederhergestellt werden, sodass am Ende alle Fenster samt Verglasungen fertig sind.
Zwischenzeitlich werden die restlichen Fugen am Mauerwerk saniert, und wenn alle diese Arbeiten beendet sind, kann das Gerüst vollständig abgebaut werden. Im Umfeld der Kapelle ist dann noch einiges zu tun.

Unermüdlich…

(24.05.2021) Wie viele Stunden einige Mitglieder des Klein Vielen e. V., des Fördervereins Jahn-Kapelle e.V. und wenige weitere Freiwillige aus der Gemeinde Klein Vielen in den letzten Jahren mittlerweile geleistet haben, um den Park Klein Vielen und das Umfeld der Jahn-Kapelle wieder erlebbar zu machen und zu pflegen, hat niemand gezählt. Die Stundenzahl dürfte in die Hunderte gehen.


Schon vor zwei Wochen hatten die unermüdlichen Parkpflegerinnen und Parkpfleger am Rande des Klingenberges Feldsteine gesammelt. Die Steine waren über die vergangenen Jahrzehnte, womöglich Jahrhunderte, mühsam vom Acker an seinen Rand geschleppt worden.
Das Ziel des neuerlichen Freiwilligeneinsatzes war nun, einen Streifen neben der imposanten Allee zum Klingenberg so zu „säubern“, dass er in Zukunft auch maschinell, mit Kleintraktor und Mähwerk, von Zeit zu Zeit gemäht werden kann.
Es wartete eine „Heidenarbeit“: Über eine Strecke von vielleicht hundert Metern lag eine ungeahnt große Menge an Steinen: vom faustgroßen Granitstein bis zum ausgewachsenen tonnenschweren Findling.
Männer wie Frauen packten an: die Steine wurden in stundenlanger Arbeit sorgsam zusammengetragen und -gefahren. Nebenbei wurde Landschaft gestaltet, denn die Steinhaufen, die zusammenkamen, sollen zur Aufwertung des Parkbildes beitragen.
Der stundenlange Einsatz hat sich gelohnt, wie die Fotoserie zeigt. Dabei wurden die Fotos am Ende der Aktion aufgenommen. Dadurch bleibt die eigentliche Mühe weitgehend verborgen.

Dass sich die mittlerweile mehrjährige Mühe auszahlt und sich der Gutspark Klein Vielen mit dem Klingenberg, auf dem die Jahn-Kapelle thront, so langsam zu einem Schmuckstück und überörtlich attraktiven Anziehungspunkt entwickelt, zeigt sich an der wachsenden Zahl von Besucherinnen und Besuchern.

Wieder einmal ein Freiwilligeneinsatz
im Gutspark Klein Vielen

(07.05.2021) In den vergangenen Jahren ist im Gutspark Klein Vielen, an der Allee zum Klingenberg, auf dem Klingenberg selbst und im Umfeld der Feldsteinmauer, die den Klingenberg umgrenzt, so mancher freiwillige Parkpflegeeinsatz gelaufen – früher auch Subbotnik genannt.
Ein Hauptziel der Parkpflege ist, die Sicht auf die Feldsteinmauer und die Kapelle zu gewährleisten. Dafür muss immer wieder der Aufwuchs von nicht erwünschtem Buschwerk verhindert werden.
Schon jetzt können sich die Besucherinnen und Besucher des Parks an den Ergebnissen dieser zahlreichen Einsätze erfreuen – ohne dass sie ahnen können, wie es noch vor wenigen Jahren aussah.
In den vergangenen Tagen haben einige Freiwillige wieder ganze Arbeit geleistet. Vor der Feldsteinmauer am Zugang zum Klingenberg haben sie auf einer großen Fläche die zahlreichen herumliegenden Feldsteine aufgesammelt und anschließend die Fläche mit Muttererde aufgefüllt und planiert, damit sie in Zukunft auch maschinell gepflegt werden kann. Zudem haben sie im oberen Abschnitt den Weg durch die Allee mit Muttererde aufgefüllt. In den vergangenen drei Jahren mussten die Bauarbeiter häufig auf dem Weg fahren, damit die Sanierungsarbeiten funktionieren konnten.
Dabei wurde der Weg teilweise ausgefahren. Nun ist der Weg wieder besser begehbar und gleichzeitig sind die Wurzeln der Alleebäume besser geschützt.
Dank gilt den Freiwilligen für diese tolle Aktion!!

Die Jahn-Kapelle entblättert sich Schritt für Schritt

(21.04.2021) Es ist schon erhebend, die „Entblätterung“ der Jahn-Kapelle zu erleben. Das Foto lässt erahnen, welche Pracht sich dereinst zeigen wird.
Immerhin verdeckte das futuristische Gerüst, eine wahre handwerkliche Meisterleistung, mehr als drei Jahre lang die Ergebnisse der Arbeit von Fördermittelgeber:innen, Architekten, Tischlern, Maurern, Klempnern, Elektrikern, Bauunternehmern, Mitarbeiterinnen in den Genehmigungsbehörden, Denkmalpfleger:innen, Kreuzblumensanierer:innen und eben von Gerüstbauern und demnächst von Glasern und – nicht zu vergessen – den vielen ehrenamtlichen oder freiwilligen Helfern und Helferinnen, die die Wiederherstellung dieses einzigartigen Bauwerks ermöglichen.
Heute wurde das Dachgeschoss von dem nützlichen Gerüst befreit und die Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf dem Klingenberg können nun das Dachgeschoss mit der Kreuzblume, die 16 Fialen und die Schmuckelemente an der Attika bewundern.
Noch aber ist einiges zu tun, und es sind weiterhin Spenden und Fördermittel nötig, um das Ganze zu einem schönen Ende zu führen.
Aber jeder und jede, die die Jahn-Kapelle besuchen, werden – vielleicht berührt wie der Schreiber dieser Zeilen – zugeben müssen, dass hier ein Architekt und ein Bauherr des 19. Jahrhunderts sich etwas ganz Besonderes einfallen ließen – und das aus Liebe zu einer Frau und Liebe zu Kindern.
Wo findet man dergleichen in dieser von nackter Ökonomie gekennzeichneten Zeit?

Kreuzblume auf der Jahn-Kapelle frei sichtbar

(18.04.2021) Derzeit werden an den letzten Fialen im Obergeschoss der Jahn-Kapelle die schützenden und schmückenden Zinkblech-Spitzen montiert. Danach wird das Gerüst an der Jahn-Kapelle bis auf diese Höhe zurückgebaut.
In Kürze  kann man das Dachgeschoss mit den insgesamt 16 schmückenden Fialen uneingeschränkt bewundern.
Besonders diese Fialen deuten auf die Handschrift des großherzlichen Baumeisters und Baurats Friedrich Wilhelm Buttel hin, denn für solche kleinen Türmchen hatte er eine Vorliebe. Sie schmücken von ihm entworfene Sakralbauten auch andernorts in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Im Bereich der Kreuzblume wurde das Gerüst bereits entfernt.
Pitt Venherm hat ein schönes Foto von der nun vollständig sichtbaren Kreuzblume auf der Jahn-Kapelle gemacht.
Im Obergeschoss ist das Gerüst noch weiter notwendig, da hier noch u.a. die Verglasung der Fenster bevorsteht.

Blitzschutz wurde montiert

(22.3.2021) Eine wichtige Maßnahme wurde kürzlich im Dach- und Obergeschoss der Kapelle beendet. Eine Schweriner Firma montierte den Blitzschutz. Die Blitzableitung beginnt an der Kreuzblume und verläuft über das Dach und an der Fassade entlang.  Wenn die Bauarbeiten im Erdgeschoss beendet sind, wird die Leitung noch ringsherum ins Erdreich geführt, sodass der Kapelle bei heftigen Gewittern nichts passieren kann.

Fialspitzen wurden montiert und die Fialen stabilisiert

(5.3.2021) In den vergangenen zwei Wochen wurde an der Jahn-Kapelle wieder gewerkelt. Klempnerarbeiten dienten dazu, die in einer österreichischen Metalldrückerei gefertigten Spitzen auf den acht Fialen im Obergeschoss zu montieren.
Diese Spitzen sind in etwa denen nachempfunden, die sich aus dem Gemälde ablesen ließen, das der ehemalige Mecklenburg-Strelitzer Großherzogliche Hofmaler Ludwig Streitenfeld 1921 malte.
Außerdem wurde zwischen den schlanken Fialen ein Haltesystem installiert, das sie gegen Windlast schützen soll.
In der kommenden Woche soll der Blitzschutz angebracht werden, und dann kann wahrscheinlich bereits ein Teil der Rüstung abgebaut werden. Vielleicht wird das Dachgeschoss der Kapelle noch im zeitigen Frühjahr stolz sein neues Gesicht präsentieren.
(Fotos: H. Behrens)